Brandstifter plante Blutbad
Im österreichischen Waidhofen soll ein Brandstifter einen Amoklauf geplant haben.
Ein Großaufgebot der Polizei nahm Markus B. nach seinem fünften und letzten Brandanschlag am Montag (18. Mai 2009) in Oberndorf im Bezirk Waidhofen fest. Der 25-jährige Mann hatte den Bezirk zwei Wochen lang mit einer Brandserie in Atem gehalten.
„Es hat nie Probleme gegeben“, sagt ein Nachbar, der ein halbes Jahr lang Tür an Tür mit Markus B. lebte. Doch hinter der Biedermannfassade von B. gediehen grausige Pläne. Den Brandanschlägen sollte ein tödlicher Rachefeldzug an ehemaligen Lehrern, Eltern und Polizisten folgen.
Nicht nur die Einsatzkräfte der Feuerwehr hoffen, wieder ruhig schlafen zu können, so Waidhofens Feuerwehrkommandant Karl Oberbauer. Auch in der Bevölkerung herrscht Erleichterung. Der fünfte und letzte Brand war auf dem Gelände eines Waidhofner Tischlereibetriebs gelegt worden. Aufatmen auch bei der Belegschaft einer Baufirma. Zwar steht nach der Vernehmung durch die Kriminalisten fest, dass B. keinen gezielten Rachefeldzug gegen die Baufirma führte, doch bei vier Bränden war das Unternehmen dennoch Leidtragender. „Wir sind alle erleichtert, dass die Zeit des Bangens vorbei ist und wir uns wieder auf das Tagesgeschäft konzentrieren können“, sagt Betriebsleiter Hubert Strasser. An Markus B., der vor zehn Jahren eine Lehre bei dem Unternehmen begonnen, später aber abgebrochen hatte, würden sich Mitarbeiter noch erinnern können. „Er galt damals schon als ruhig und unauffällig. Was einen Menschen zu solchen Taten treibt, ist unerklärlich“, so Strasser.
Info: Mehr zum Thema „Brandstiftung von Mitarbeitern in Unternehmen“ lesen Sie in unserer September-Ausgabe 2009.




