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Holmatro

Wie wichtig ist die Schnelligkeit der Geräte

Bei Holmatro werden in Lehrgängen die Einsatzkräfte geschult, worauf es beim Einsatz vor allem ankommt.

Kräftig: NCT II Schneidgeräte brauchen nur ein Schnitt für die breiteste und dickste B- oder C-Säule. 1 Kräftig: NCT II Schneidgeräte brauchen nur ein Schnitt für die breiteste und dickste B- oder C-Säule.

 

In seinen Schulungen für Einsatzkräfte bekommt Remco Niks von Holmatro oft Fragen in Bezug auf die Geschwindigkeit von Rettungsgeräten, die bei der Technischen Hilfeleistung benutzt werden. Hier schildert er, worauf es ankommt.

Hersteller von Rettungsgeräten werden ständig mit der Herausforderung zwischen Schnelligkeit und Sicherheit eines hydraulischen Gerätes konfrontiert. Je schneller ein Gerät arbeitet – besonders bei einem hohen Öldruck – desto schwieriger ist es zu kontrollieren und desto größer ist das Risiko eines Zwischenfalles. Im Vergleich dazu verlängert ein langsam arbeitendes Gerät die Rettungszeit unnötig.

Das erste Ziel der Einsatzkräfte bei einem Rettungseinsatz mit eingeklemmten Personen sollte immer sein, dem Patienten die beste Chance zu geben, wieder völlig zu genesen. Die Überlebungschancen eines Unfallopfers wird größer, wenn es gelingt das Opfer in kürzester Zeit in ein Krankenhaus zu überführen. Eine zeitliche Verzögerung zwischen Verletzung und vollständiger Behandlung sollte höchstens 60 Minuten, auch bekannt als die „Goldene Stunde“ betragen.
Nach dieser Zeit nehmen die Überlebenschancen von Trauma-Patienten drastisch ab. Somit ist die „Goldene Stunde“ immer noch die wichtigste Abwägung bei derartigen Einsätzen.

Die Schnelligkeit bei derartigen Rettungseinsätzen ist geprägt durch verschiedene Einflüsse, z. B. der Entfernung vom Unfallort zur Klinik, der Komplexität des Unfalls, und den Fähigkeiten der Mannschaft. Um ein Unfallopfer erfolgreich aus einem modernen Fahrzeug zu befreien, ist die Auswahl der richtigen Geräte und Techniken ein Muss. Daraus ergibt sich oft die Frage, welche Rolle spielt die Betriebsgeschwindigkeit der Geräte?

Im Allgemeinen werden zwei Rettungsarten angewendet, um Zugang zu Fahrzeuginsassen zu bekommen: die schnelle und die kontrollierte Rettung.
Schnelle Rettung wird angewendet, wenn die verletzte Person unbedingt schnelle ärztliche Hilfe braucht, um eine Überlebenschance zu haben. Die Anwendung von neueren, starken Rettungsgeräten ist hier sehr wichtig. Während einer schnellen Befreiung ist die Anzahl der Schnitte im Allgemeinen gering und die Benutzung von Spreizern oder Rettungszylindern auf ein Mindestmaß beschränkt.
Auch ist die Gesamtzeit, in der die Rettungsgeräte benutzt werden, geringer. Bei einer kontrollierten Rettung haben Einsatzkräfte die Zeit, besser von den verfügbaren Methoden Gebrauch zu machen. Dadurch werden weitere Verletzungen des Opfers vermieden.

Um bei dieser Rettungsart erfolgreich ihr Ziel zu erreichen, ist es wichtig, dass die Einsatzkräfte Kenntnisse von modernen Fahrzeugen und den erforderlichen technischen Methoden haben, um Personen aus einem Auto zu befreien. Bisherige Untersuchungen zeigten, dass die Zeit, die eine Einsatzkraft benötigt, um eine Person zu befreien und zu einem Krankenhaus zu transportieren, zunächst gering war.
In den letzten Jahren ist diese Zeit jedoch wieder gestiegen. Ein Grund könnten die stärkeren Materialien und verstärkten Konstruktionen moderner Autos sein. Auch inzwischen neu angewendete Rettungsmethoden und neuere ärztliche Behandlungen am Unfallort könnten dazu beitragen.
Ein Schneidgerät sollte z. B. stark und zugleich schnell sein, um jedes Fahrzeugteil kontrolliert zu schneiden.
Das Herumfliegen von Autoteilen, was durch zu schnelles Schneiden verursacht werden kann, ist gefährlich und kann Verletzungen verursachen. Hersteller von Rettungsgeräten sollten sich deshalb auf die technischen Möglichkeiten von Geräten fokussieren, die bei hoher Geschwindigkeit arbeiten können, wenn keine Schneidkraft benötigt wird (Luft wegdrücken oder schneiden). Die Geräte müssen langsamer werden, sobald mehr Kraft benötigt wird, um mit voller Stärke zu schneiden. Auf diese Art und Weise ist die Einsatzkraft in der Lage, sowohl das Gerät als auch die Rettungshandlung zu kontrollieren.

 



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