Zum Abschluss der zweiteiligen kleinen Serie zum Einsatz von unterschiedlichen Hilfsmitteln zum Offenhalten von Türen in den Heften 12/2009 und 1-2/2010 soll noch die Frage nach der Zulässigkeit von brennbaren Ausrüstungsgegenständen – z. B. von Holzkeil – angesprochen werden.
„Brennt der Holzkeil, hat der Feuerwehrmann im Innenangriff ein ganz anderes Problem …!“ – so der Kommentar eines langjährigen Ausbilders einer Heißübungsanlage von der Feuerwehr Düsseldorf.
Auch für andere wichtige Ausrüstungsgegenstände (z. B. Feuerwehrleine, Seilschlauchhalter, Kennzeichnungsmaterial, Funkgerät, Notsignalgeber etc.) gibt es keine brandschutztechnischen Anforderungen! Insbesondere Funkgeräte oder die Kabel zu Hörsprechgarnituren sind grundsätzlich brennbar. Mitgeführte Ausrüstung darf schon aus Gründen des gesunden Menschenverstandes (GMV) nicht leicht entflammbar sein (Hart-)Holzkeile sind das nicht. Brennbare Ausrüstung (wie ein FuG oder eine Leine) kann grundsätzlich problemlos in geeigneten (z. B. schwer entflammbaren) Taschen z. B. der Überjacke oder in Zusatztaschen sicher untergebracht werden. 
Neben der so genannten „Türtasche“ der Feuerwehr Düsseldorf gibt es an immer der gleichen Stelle an jedem PA auf den Einsatzfahrzeugen noch ein Scherenholster sowie eine Tasche für eine Bandschlinge. Außen an der „Türtasche“ sind die Holzkeile eingesteckt und auch mit Handschuhen leicht entnehmbar, innen steckt das Material zur Kennzeichnung durchsuchter Räume. Diese Tasche ist (mit mehreren Modifikationen) seit mehr als zehn Jahren bei der Feuerwehr Düsseldorf in Anwendung – und wurde so oder so ähnlich von vielen Feuerwehren übernommen. Seit der Einführung hat es keinen einzigen Fall beispielsweise einer Entzündung des Holzes im Innenangriff gegeben. Dafür gibt es jedoch eine große Akzeptanz für die Tasche bei den Einsatzkräften.


Neben Werkzeugen zur Türfeststellung benötigt ein Angriffstrupp zusätzlich zu seiner Standardausrüstung wie Atemschutzgerät, Schläuche, Feuerwehrleine, Wärmebildkamera, FuG usw. auch Material zur Kennzeichnung durchsuchter Räume und zum Festbinden von Schläuchen. Dies wird umso wichtiger, je größer die Objekte sind und je langwieriger der Einsatz ist. Alles mitgeführte Material sollte daher ergonomisch verteilt sein, damit es im Bedarfsfall schnell erreicht werden kann!
Josef Mäschle, Ulrich Cimolino