Erstmals grenzüberschreitende Kommunikation zwischen zwei TETRA-Netzen
EADS Defence & Security erprobt Kommunikation nach dem Schengener Abkommen
Im Laufe dieses Jahres werden weltweit erstmalig Tests für eine grenzüberschreitende Kommunikation zwischen den TETRA-Netzen zweier Staatsbehörden über die Schnittstelle ISI (Inter System Interface) durchgeführt.
Die beiden nationalen Netzbetreiber, die schwedische Zivilschutzorganisation MSB und die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS), haben hierzu einen Vertrag über die Durchführung eines Gemeinschaftsprojekts unterzeichnet, in dessen Rahmen EADS Defence & Security (DS) für die Implementierung und Erprobung einer grenzüberschreitenden Kommunikationslösung verantwortlich ist.
In die für November und Dezember 2010 vorgesehenen Tests werden auch deutsche und schwedische Nutzerorganisationen einbezogen. Durchgeführt werden die Einsatztests anhand einer Übung zur Bewältigung eines Zwischenfalls internationalen Ausmaßes, bei der die grenzüberschreitende Kommunikation durch eine TETRA-Lösung sichergestellt wird.
Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie die Funkkommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Behörden zweier Länder mithilfe von TETRA-Funktionen verbessert werden kann.
Ein weiteres Testziel besteht darin, nachzuweisen, dass die TETRATechnologie für die Bewältigung von internationalen Zwischenfällen eingesetzt werden kann.
Bei den deutsch-schwedischen Tests werden speziell die Roaming-Funktion der Funkgeräte, die Gruppen-Rundrufe, die netzübergreifenden Einzelrufe und Kurzmitteilungen vom Typ SDS (Short Data Service) sowie die Interoperabilität der Leitstellen auf den Prüfstand gestellt.




