Feuer in Brüssel
Gebäude der EU-Kommission musste evakuiert werden.
Im Hauptgebäude der Europäischen Kommission in Brüssel ist gestern (18. Mai 2009) ein Brand ausgebrochen. Das 13-stöckige „Berlaymont“ genannte Gebäude in der belgischen Hauptstadt musste evakuiert werden. Aus einem der oberen Stockwerke und dem Dach stieg Rauch auf. Auch im Erdgeschoss sei Rauch zu sehen gewesen, berichteten Augenzeugen. Die EU-Kommissare und rund 2000 Beschäftigte mussten das Gebäude verlassen, bestätigte ein Sprecher der Kommission. Im Gebäude halten sich an einem durchschnittlichen Werktag etwa 2.000 Beamte, Journalisten und Besucher auf. Bei der Evakuierung sei keine Panik ausgebrochen. Verletzt worden ist offenbar niemand.
Das Feuer war gegen 13.00 Uhr ausgebrochen. Die Feuerwehr wurde nach Kommissionsangaben aber erst 15 Minuten später benachrichtigt, weil zunächst geprüft worden sei, ob es sich um einen Fehlalarm handelte. Mehrere Löschfahrzeuge rückten an. Die Gegend um das „Berlaymont“ wurde abgeriegelt.
Feuerwehrsprecher Francis Boileau erklärte am Abend, entgegen ersten Angaben sei das Feuer vermutlich im Archiv der Kommission, im Keller ausgebrochen. Durch einen Kabelschacht seien die Funken bis unter das Dach gestiegen und hätten dort einen weiteren Brand entfacht. Die Feuerwehr rückte mit 40 Einsatzkräften und mindestens sechs Löschzügen an. Gegen 17.15 Uhr konnte der Brand gelöscht werden. Die Büros wurden nach Angaben Boileaus nicht von dem Feuer erfasst. Erheblich sei aber der Schaden an den Stromkabeln im Versorgungsschacht und unterm Dach.




