Forderung nach funkgesteuerter Warnfunktion
Rauchwarnmelder soll im Katastrophenfall wecken
Ein Chemikalienaustritt nach einem Unfall, brandbedingte Schadstoffausbreitung in der Luft, Deichbruch durch Hochwasser: Bei solchen großflächigen Schadenslagen ist die schnelle Warnung der Bevölkerung entscheidend.
„Rauchwarnmelder mit funkgesteuerter Weckfunktion können diese Warnlücke schließen, wenn sie flächendeckend etabliert werden“, erklärt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), anlässlich des 8. Natio-nalen Paging-Kongresses, der sich mit Alarmierungstechniken befasst.
Die Geräte könnten im Katastrophenfall mit einem unverwechselbaren Warnton oder einer Sprachdurchsage darauf hinweisen, umgehend Radio- und Fernsehgeräte oder Internet einzuschalten, um dort weitergehende Informationen zu erhalten, aber auch vorgefertigte Warntexte direkt verbreiten.
Hintergrund: Seit dem Ende des Kalten Kriegs und dem damit einhergehenden Abbau der Sirenenanlagen fehlt in Deutschland hierfür ein funktionierendes System.
Der Deutsche Feuerwehrverband hat klare Vorstellungen zur Warnung der Bevölkerung und verfolgt dieses Ziel beharrlich. Der Weckeffekt ist mit bestehenden Funksystemen umsetzbar: Feldtests des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe haben bereits gezeigt, dass eine gezielte Ansteuerung der mit einem Empfangschip versehenen Rauchwarnmelder technisch durchführbar ist. Zudem sind Rauchwarnmelder in der Regel netzunabhängig; genormt sind künftig Geräte mit Batterien mit einer Lebensdauer von mehr als zehn Jahren.




