Großeinsatz zu Lagerhallenbrand
Werkstatt und Wohnhaus einer Schreinerei wurden gerettet
In der letzten Nacht kämpfte ein Großaufgebot der Feuerwehren aus dem Untermaingebiet, darunter auch Einheiten aus Westerngrund, Vormwald und Mömbris gemeinsam mit den Feuerwehren des Marktes Schöllkrippen gegen den Lagerhallenbrand einer Schreinerei in Schöllkrippen (Unterfranken).
Um 23.47 Uhr (13. Juli 2010) kam der Alarm zum Feuer in der Lagerhalle einer Schreinerei in der Industriestraße. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte vor Ort stand das etwa 40 x 10 m große Lager bereits in Vollbrand. Eine Person hatte sich bei Rettungsversuchen schwere Verbrennungen zugezogen und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Eine weitere Person erlitt eine Schock, der jedoch durch die Ärzte vor Ort behandelt werden konnte.
Sofort wurden die benachbarten Gebäude unter Schutz genommen und eine Riegelstellung aufgebaut. Die Glasfenster in der Werkstatt waren durch die enorme Hitzestrahlung bereits geborsten und die Flammen drohten auf dieses Gebäude überzugreifen. Durch den massiven Einsatz von 12 C-Rohren, sechs B-Rohren und eines Wenderohrs über eine Drehleiter konnte das Übergreifen des Feuers auf das zweite Gebäude verhindert werden. Auch das Wohnhaus konnte gehalten werden.
Ein Großteil der Rohre musste unter schwerem Atemschutz vorgenommen werden, gerade bei den aktuellen hohen Außentemperaturen eine enorme körperliche Belastung für die Löschtrupps. Die Wasserversorgung wurde aus vier Hydranten vor Ort und drei Förderleitungen über je etwa 400 m von der „Kahl“ sichergestellt.
Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Schöllkrippen Norbert Ries hatte insgesamt 120 Einsatzkräfte mit 22 Fahrzeugen vor Ort. Auch der zuständige Kreisbrandinspektor Frank Wissel (Mömbris) war in die Einsatzführung mit eingebunden. Der Rettungsdienst war mit neun Personen mit drei RTW, zwei Notärzten und einem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Ein Bagger wurde angefordert, der noch in der Nacht damit begann, die Lagerhalle einzureißen und den Brandschutt auszuräumen. Diese Arbeiten zogen sich bis in den frühen morgen hin.
gez. Andreas Emge





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