Großfeuer in Karlstadt
Millionenschaden in einem Zementwerk
Bei dem Brand in einem Zementwerk in Karlstadt (BY, Unterfranken) ist am frühen Sonntagmorgen (19. April 2009) Schaden in Millionenhöhe entstanden. Ein Mitarbeiter des Betriebes wurde mit Atembeschwerden in ein Krankenhaus gebracht.
Der Brand war um 4.11 Uhr im Mahltrocknungsgebäude entstanden, in dem drei Mühlen rund um die Uhr in Betrieb sind. Das Feuer erstreckt sich über mehrere Stockwerke. Fast die komplette Betriebsanlage wie Förderbänder, die Mühlen und die gesamten Elektroanlagen wurden zerstört.
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Beim Eintreffen der Feuerwehren brannte es im Innern des Gebäudes lichterloh. Zunächst musste über zwei Drehleitern von außen der Flammenbrand gelöscht und die Anlage gekühlt werden, bevor Trupps unter schwerem Atemschutz den Innenangriff erzwingen konnten.
Für die Löschwasserversorgung wurden drei B-Leitungen vom ca. 400 Meter entfernten Main zum Brandobjekt verlegt. Vier Einsatzabschnitte wurden gebildet: Wasserentnahme, Brandbekämpfung, Innenangriff Treppenhaus und Rettungsdienst. Gegen 6:00 Uhr war der Brand in dem mehrgeschossigen Stahlbetongebäude unter Kontrolle. Nur das Dachgebälk und einzelne Glutnester brannte noch. Ein Ausbreiten des Brandes auf weitere Bereiche des Zementwerkes konnte verhindert werden. Die Nachlöscharbeiten dauerten den Vormittag noch an.
Die Feuerwehren aus Karlstadt, Mühlbach, Karlburg, Laudenbach, Gambach, Gemünden und die Unterstützungsgruppe „Örtlicher Einsatzleiter“ waren mit ca. 120 Mann im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit knapp 20 Personen, darunter einem Notarzt, vor Ort.




