Rettung hautnah erleben
Bei dem Fachkongress "akut" tauschen sich Mitarbeiter von Rettungsdiensten, Katastrophenschutz, Hilfsorganisationen, Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und Mediziner aus.
Wie „arbeiten“ Rettungshunde? Was ist bei der Rettung sehr schwerer Personen zu beachten? Wie können Jugendliche Erste Hilfe leisten? Diese und andere Fragen rund um das Thema Rettung beantworten Experten bei der Veranstaltung „akut – Deutsches Forum für Notfallmedizin & Rettung“ im August .
Die „akut“ lädt am Freitag, den 27. August, und Sonnabend, den 28. August 2010, in die Messe Bremen und auf das Freigelände vor den Messehallen ein. In Workshops, Praxisparcours und Simulationen wird hier die Möglichkeit geboten, bereits vorhandene Kenntnisse zu vertiefen oder neue Fertigkeiten zu erwerben.
Bei dem Fachkongress tauschen sich Mitarbeiter von Rettungsdiensten, Katastrophenschutz, Hilfsorganisationen, Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr und Mediziner aus. Mehr als 60 Vorträge und Workshops zu den Themenschwerpunkten Notfallmedizin, technische Rettung und Einsatztaktik bieten dafür eine geeignete Plattform.
Zudem stellen in der Messe Unternehmen aus den Bereichen Medizin und technische Rettung ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Darüber hinaus werden wie bereits zur „akut“-Premiere vor zwei Jahren verschiedene Organisationen in Simulationen und Demonstrationen die Arbeit aller an der Rettung Beteiligten verdeutlichen und Workshops und Trainings für Kongressteilnehmer und Besucher anbieten.
So können beim Deutschen Roten Kreuz Schulklassen einen Erste-Hilfe-Parcours durchlaufen und erhalten Instruktionen in Sachen Reanimation. Mit einem Rettungswagen für schwere Patienten wird zudem vor Ort die teils problematische Rettung stark übergewichtiger Personen demonstriert.
Ein Höhepunkt ist die Rescue Challenge der Vereinigung zur Förderung des deutschen Unfallrettungswesens e.V. – die Deutsche Meisterschaft in der Unfallrettung, bei der Profis die Befreiung eingeklemmter Personen trainieren.
Unter welchen Extrembedingungen Soldaten arbeiten müssen, das zeigt die Bundeswehr bei einem Einsatzszenario, bei dem die Soldaten die komplette Schutzausrüstung überziehen – von der 15 Kilogramm schweren Weste über Schutzbrille und Helm bis hin zum 30-Kilo-Rettungsrucksack. Anhand von Schautafeln demonstrieren die Soldaten zudem, welche Anforderungen an die Retter schwersttraumatisierter Menschen gestellt werden.
Erneut wird die Sanitätseinheit der Bundeswehr eine Rettungsstation zeigen. Mehrere polizeieigene Rettungswagen und einen Streifenwagen mit Defibrillator präsentiert die Polizei Bremen.
Fahrzeugliebhaber finden außerdem Oldtimer, so ein Feuerwehrauto vom Typ Borgward aus dem Jahre 1959 im unrestaurierten Originalzustand und das Löschfahrzeug „Flug 7" der Bremer Flughafenfeuerwehr vor.
Innerhalb der Veranstaltung finden auch die deutschen Meisterschaften in der Unfallrettung statt. Die Meisterschaften, die sich ab diesem Jahr Rescue Challenge nennen, beinhalten aber das selbe, wie die in den letzten Jahren durchgeführten Vergleichswettkämpfe Unfallrettung.
Die Berufsfeuerwehr Oldenburg demonstriert in Zusammenarbeit mit den Höhenrettern der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. die Höhenrettung und seilt fiktive Unfallopfer im Foyer der Halle 4 und vom Hallendach auf dem Freigelände ab. Von einem Kran abgeseilt werden die Rettungshunde Lemwerder. Sie demonstrieren zudem Gehorsamsübungen, Gerätearbeit und Personensuche – wer will, kann sich von den Vierbeinern vor Ort aufspüren lassen.




