Sicherheit bei der Frauen-Fußball WM 2011
Zusammenarbeit aller Akteure muss trainiert werden
Noch 488 Tage, dann soll es in Deutschland wieder ein „Sommermärchen“ geben. Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 steht vor der Tür und in punkto Sicherheit ist eine gute Vorbereitung das A und O.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hatte im Rahmen eines Fachkongresses nach Bad Neuenahr–Ahrweiler eingeladen, um über das Thema „Sicherheit bei Großveranstaltungen“ zu diskutieren.
Bei Großereignissen wie der Frauen-Fußball WM sind Schadensszenarien mit einem Massenanfall von Verletzten nie ganz auszuschließen. Deshalb müssen gute Gefahrenabwehrkonzepte vorbereitet werden.
Henriette Reker, Leiterin des Krisenstabs der Stadt Gelsenkirchen, konnte aus ihren Erfahrungen bei der WM 2006 berichten, wie wichtig es ist, dass die Zusammenarbeit aller Beteiligten im Vorfeld geübt wird. Nur so können Behörden, Hilfsorganisationen und Krankenhäuser im Ernstfall optimal reagieren.
Auf Erfahrungen von 2006 kann auch Sabine Voss, Leiterin der hauptamtlichen Feuerwehrwache Dormagen, zurückgreifen. Sie forderte, dass ein Mindeststandard bei der nicht-polizeilichen Sicherheit festgelegt wird, damit alle neun Austragungsorte 2011 ein einheitliches Gefahrenabwehrkonzept vorweisen können.
Eva Morlok, tätig in der DFB-Hauptabteilung Prävention und Sicherheit, erwartet ein familiäreres Publikum als bei den Länderspielen der Herren. Die Sicherheitskonzepte müssen also auch eine andere Besucherklientel berücksichtigen. Wenn mehr Familien mit Kindern zu den Spielen kommen, dann stellt das die Gefahrenabwehrbehörden vor andere Herausforderungen. Unterstützung soll eine große Anzahl Ehrenamtlicher leisten, ohne die der Bevölkerungsschutz undenkbar wäre. Bei der WM 2006 standen über 150.000 freiwillige Helferinnen und Helfer zur Verfügung.
Gefahrenabwehrbehörden und Hilfsorganisationen bereiten sich vor, damit es dann getreu dem offiziellen Slogan der WM heißen kann: „20ELF von seiner schönsten Seite!“







