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TITAN auf dem Löschboot

14. Januar 2011

HIAB-Kran mit Rotzler-Winde unterstützt die Feuerwehr in Koblenz

Übung: Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, wird der Umgang mit dem Hiab-Kran regelmäßig trainiert.

Die richtige Ausrüstung kann Leben retten. Aus diesem Grund setzt die Berufsfeuerwehr in Koblenz immer auf zuverlässiges Gerät – auch bei der Ausstattung ihres Feuerlöschboots. Hier befindet sich ein Kran mit einer Seilwinde vom Typ ROTZLER TITAN im Rettungseinsatz.

Auf Deck des 30 m langen Feuerlöschboots „Rheinland-Pfalz 1“ (RPL1) herrscht geschäftiges Treiben, wenn die Männer der Berufsfeuerwehr Koblenz das Boot startklar machen. Das Röhren der zwei jeweils 1.000 PS starken Schiffsmotoren gibt das Zeichen zum Ablegen.
Mit langsamer Fahrt bewegt sich die RPL 1 von der Anlegestelle in Richtung Rhein. Hier, am Deutschen Eck, liegt der Heimathafen der RPL 1, von dem aus sie zu ihren Einsätzen startet.

Das Schiff befindet sich an diesem Morgen auf einer reinen Übungsfahrt. „Jeden Freitag machen wir solch eine Fahrt, um die Handgriffe zu üben und das Schiff zu bewegen“, erklärt Oberbrandmeister und Schiffsführer Hermann Günther. Auch das Aussetzen des Beiboots gehört zu den Übungen, die ständig trainiert werden. Denn bei der Arbeit der Feuerwehr geht es immer um Geschwindigkeit, ohne die Sicherheit der eigenen Besatzung zu gefährden. Für diese Aufgabe steht ein Hiab-Kran mit ROTZLER TITAN-Hubwinde auf Deck bereit.
Nur ein bis zwei Minuten braucht das eingespielte Team von Hermann Günther für dieses Training. Das ist nur eine vergleichbar kleine Aufgabe, bei der der Kran die tägliche Arbeit der Brandbekämpfer unterstützt.
„Kran und Winde sind sehr wichtige Hilfsgeräte bei unseren Einsätzen“, betont Günther. „Damit heben wir zum Beispiel die schweren mobilen Pumpen auf Boote, die Leck geschlagen haben und bei denen das eingedrungene Wasser schnell raus muss.“
Bei Bränden auf Schiffen hievt der Kran die schweren Schläuche über die Reling, was die Arbeit ungemein beschleunigt und auch sicherer macht.

Ohnehin haben es Brände auf Schiffen in sich. Sie stellen eine der gefährlichsten Aufgaben der RPL 1-Besatzung dar. Auf engstem Raum gilt es, überlegt zu handeln, denn Fehler können schlimme Konsequenzen haben. Bei einem Brand im Maschinenraum wird mit Schaum geflutet. Würde Wasser eingesetzt, würde es am heißen Metall blitzschnell verdampfen, und das hätte fatale Folgen.
Die Brandursachen auf Booten und Schiffen unterscheiden sich kaum von denen an Land. Die großen Transportschiffe, die Rhein und Mosel befahren, sind praktisch wie ganz normale Wohnungen eingerichtet. So kann auf solch einem „schwimmenden Haus“ ein nicht ausgeschaltetes Bügeleisen oder ein Kurzschluss am Fernseher zu einem Feuer führen.

Zum Glück gehören Schiffsbrände nicht zur täglichen Arbeit der Berufsfeuerwehr in Koblenz. Die RPL1 kommt vor allem bei Havarien, Menschenrettungen, Suchaktionen und technischen Hilfeleistungen zum Einsatz.
Die RPL1 wurde 1975 angeschafft und wurde im Laufe der Jahre immer wieder auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Unter anderem wurde der Kran mit der Seilwinde ROTZLER TITAN aufgebaut. Damit hat die Berufsfeuerwehr genau den Kran bekommen, den sie für ihre schwierigen Aufgaben benötigt. Denn, und da sind sich Hermann Günther und sein Team einig, „ohne die richtige Ausrüstung läuft gar nichts“.

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