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Unwetter über Südbrandenburg und Nordsachsen

25. Mai 2010

Feuerwehren der Region waren im Dauereinsatz

Ein schweres Unwetter hat am Abend des Pfingstmontags verheerende Schäden in Südbrandenburg und Nordsachsen angerichtet.

Eine starke Windhose zog über Mühlberg an der Elbe (LK Elbe-Elster, BB), Belgern (LK Nordsachsen) entlang der Elbe sowie durch die Region Großenhain (LK Meißen, Sachsen) bis in den Landkreis Bautzen. Mehrer Gewitterfronten mit orkanartigen Stürmen sorgten für schwere Verwüstungen, in Großenhain kam ein sechsjähriges Mädchen in einem Fahrzeug ums Leben, auf das ein entwurzelter Baum stürzte. Der Landrat von Meißen rief den Katastrophenalarm aus. Die Feuerwehren der Region und Helfer des THW waren pausenlos im Einsatz, um durch umgestürzte Bäume unpassierbar gewordene Straßen zu beräumen, Sturmschäden zu Beseitigen und vollgelaufene Keller abzupumpen. Es begann mit bis zu 4 cm Hagelkörnern sowie Starkregen und endete mit einer Spur der Verwüstung.
In der Stadt Mühlberg wurden die Ziegeldächer von etwa 20 Häusern abgedeckt und auch die Kirche ist erheblich beschädigt worden. Die Elbbrücke musste zeitweise für den Verkehr gesperrt werden. Im Landkreis Nordsachen lag ein Schwerpunkt der Verwüstung in den Ortschaften um die Stadt Torgau. Hier wurden Wohnhäuser und landwirtschaftliche Gebäude betroffen, deren Dächer teilweise bzw. komplett abgedeckt wurden. Teilweise brach auch die Stromversorgung im Bereich Belgern und dem Umland von Torgau zusammen. Bis zu 10.000 Abnehmer waren zeitweise ohne Energie. Im Landratsamt trat der Krisenstab zusammen, um die einsatzbedingten Maßnahmen zu koordinieren. Bis nach 21.00 Uhr waren alle Feuerwehren der Region zu Räumarbeiten im Einsatz.
In Großenhain stürzte eine Halle ein und ein Wohnhaus drohte einzustürzen. In benachbarten Ortschaften beschädigte der Orkan fast alle Dächer und die Obergeschoss der Wohnhäuser. In Colmnitz-Wildenhein wurden die Kirche und mehrere Wohnhäuser schwer beschädigt. In Bauda knickten mehrere Leitungsmast einer Überlandleitung um, und die Sturmböen deckten mehrere Wohnhäuser ab. Auch extrem viele Bäume wurden umgeweht. Die Straße zwischen Leppersdorf und Radeberg (LK Bautzen) musste gegen 17.30 Uhr voll gesperrt werden, da sie durch knapp 100 Bäume blockiert war. Selbst auf der A 13 blockierten bei der Abfahrt Thiemig umgestürzte Bäume die Fahrbahn.

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